St. Martin


St. Martin

St. Martin ritt durch Schnee und Wind, sein Roß das trug ihn fort geschwind…….

Bei diesen Zeilen werden Erinnerungen wach, sowohl an die eigene Kindheit, als auch an die Vielzahl von St. Martinszügen, die man als Rheinländer schon gesehen/mitgemacht hat. Für alle, die gerne am Martinsabend zusammenkommen und am offenen Feuer einen Glühwein trinken möchten:

am 10.11.17 um 17.30 Uhr

Martinsfeuer(chen) mit Glühwein, anschließend Döppekooche Essen in der „Deutschlandreise“.

Was hat eigentlich St. Martin mit Gänsen zu tun?

Ich habe mich schon immer gefragt, warum an St. Martin traditionell Gans gegessen wird und endlich kenne ich die Geschichte: Martin war Soldat, ein eher bescheidener Mann, der sich der Ehre, Bischof von Tours zu werden, nicht würdig empfand. Aus diesem Grunde versteckte er sich in einem Gänsestall, doch die Gänse verieten ihn durch lautes Geschnatter.

Die Geschichte hat noch einen praktischen Aspekt: Mitte November finden Gänse kaum noch etwas zu fressen draussen und es war deutlich einfacher, sie zu schlachten als durch den Winter zu füttern – wer kann schon einem Gänsefestmahl widerstehen? Allerdings hatten nur die wohlhabenden Höfe Gänse, das Festmahl der einfachen Leute im Rheinland war Döppekooche auch Kesselsknall oder Uhles genannt – Kartoffeln mit Speck und Mettwürstchen im Ofen gebacken. Noch heute wird traditionell eine große Auflaufform vorbereitet und vor dem Martinszug in den Ofen geschoben – wenn die Familie durchgefroren und hungrig nach Hause kommt, duftet das ganze Haus nach Mettwurst und Kartoffeln!

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